Was haben wir getan / was konnte erreicht werden:
Unsere Tiere
Im Jahre 2024 wurden durch unseren Verein 100 Hunde aufgenommen. Davon 92 aus unserem ungarischen Partnertierheim sowie 8 Hunde, aus Berlin und Brandenburg. Davon fanden bereits
93 Hunde ein neues Zuhause. Für den sehr alten Rüden Pascha haben wir entschieden, dass er seine restliche Lebenszeit bei seiner Pflegefamilie verbringen darf. Einen weiteren Umzug möchten wir ihm nicht mehr zumuten. Außerdem leisteten wir Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Zuhause für 29 weitere Hunde, 9 Katzen, 6 mongolische Rennmäusen, wobei 2 noch ein Zuhause suchen, 4 flugunfähige Tauben und einen Vogel.
Gefühlt erreichten uns fast täglich Anfragen auf Übernahme von Hunden oder Katzen, beziehungsweise wurden wir um Vermittlungshilfe gebeten. Das nicht nur aus Berlin und dem Umland, es erreichen uns inzwischen Anfragen aus ganz Deutschland. Die Halter sind überfordert, können die Tierarztkosten nicht tragen, ungewollte Würfe, eine Zucht wird aufgegeben, der/die Besitzer kamen ins Pflegeheim oder sind verstorben.
So kam auch die Ridgeback Hündin Chila Anfang des Jahres in unsere Obhut. Chila`s Herrchen kam bei einem Autounfall ums Leben und hinterließ 2 Hunde. Die Eltern des Verstorbenen wollten die Hunde nicht übernehmen und drohten mit Einschläferung. Für den alten Rüden konnte bald ein Zuhause gefunden werden. Für Chila fand sich eine Pflegestelle. Die Hübsche war nicht geimpft und an ihrem Unterbauch befand sich ein Handball großer Tumor. Wir ließen sie umgehend operieren. Nach der Operation hörte sie nicht auf zu bluten. Es musste eine weitere Notoperation durchgeführt werden, um die Blutung zu stoppen. Doch leider war auch diese erfolglos. Wir brachten sie in die Tierklinik, wo weitere Operationen folgten. Es wurde ihr letztendlich operativ eine elektrische Pumpe unter die Haut gesetzt, welche das Blut abpumpte und die Blutung gleichzeitig stoppen sollte. Es ging ihr täglich schlechter und die Kosten überschritten die finanziellen Mittel des Vereins. Es wurde ein Spendenaufruf gestartet. Wir wollten Chila schon aufgeben, als ihre Blutwerte sich nach 5 Tagen überraschend besserten. Dank der Spendengelder von über 6000,- €, konnten wir Chila`s Leben retten. Heute lebt sie gesund und glücklich in ihrer neuen Familie und darf ihr Herrchen täglich zur Arbeit begleiten.
Leo, ein französischer Bulldoggen Rüde, hatte einen Bandscheibenvorfall und wurde in einer Tierklinik operiert. Die Besitzerin hatte zum Glück eine OP-Versicherung abgeschlossen. Die Prognose jemals wieder eigenständig laufen und seine Bedürfnisse eigenständig verrichten zu können, schlecht. Die Halterin entschied, Leo noch in der Klinik einschlafen zu lassen. Zu Leo`s. Glück entschied die Schwester der Halterin uns zu kontaktieren und so zog Leo direkt aus der Tierklinik in eine Pflegefamilie, welche ihn zwischenzeitlich auch adoptierte. Der Süße hat mittlerweile einen Rollstuhl und genießt sein neues Leben.
Bella`s Herrchen verstarb und die süße bekam schwere Hautekzeme. Die Behandlung war teuer und sehr herausfordernd. Sodass die Lebensgefährtin Bella einschläfern lassen wollte. Die behandelnde Tierärztin bat uns um Hilfe und so kam mit Zustimmung der Besitzerin auch Bella zu uns auf Pflege. Es hat gedauert, aber zwischenzeitlich sind ihre Wunden verheilt, Fell kommt an vielen Stellen zurück und sie hat ein liebevolles neues Zuhause gefunden, wo sie nun ihren Lebensabend verbringen darf.
Pascha`s Herrchen liegt im Koma. Der Mischling hatte in seinen 15 Lebensjahren bereits 5 Besitzer. Er ist zwischenzeitlich inkontinent, hat Herzprobleme und leichte Demenz. Ist aber immer noch lebensfroh, gut zu Fuß unterwegs und freut sich über jedes Leckerli. Wir haben uns entschieden, dass er seinen Lebensabend bei uns in seiner Pflegefamilie verbringen darf.
Vier mongolische Rennmäuse, die zuvor in einen viel zu kleinen Terrarium gehalten wurden, konnten wir in einen artgerechtes Kletterparadies (2 noch auf Pflege) vermitteln.
Auch Kater Opi Elmo der durch Familiennachwuchs abgegeben werden sollte, konnte durch unsere Hilfe in ein neues artgerechtes zu Hause ziehen wo er endlich in Ruhe sein Leben als Einzelprinz leben kann.
Mitte des Jahres wurden wir auf Schäferhund Opi Jack aufmerksam. Jack wurde seit fast 10 Jahren ausschließlich auf einen kleinen Grundstück gehalten, und sich dort selbst überlassen. Wir boten den Halter an, mit Jack regelmäßig spazieren zu gehen. Durch das jahrelange liegen war Jacks Muskulatur kaum noch vorhanden und somit brach er bei den ersten Spaziergängen immer wieder zusammen.
Wir boten Jacks Halter an, den Hund tierärztlich zu versorgen und Jack seine Verfilzungen zu entfernen. Kurz darauf entschied sich sein Halter, den Hund gänzlich abzugeben. Wir sind sehr glücklich für Jack noch eine Familie gefunden zu haben, wo er endlich ein artgerechtes und liebevolles Leben führt und als vollwertiges Familienmitglied mit im Haus leben darf. Mittlerweile läuft Jack mit seinen neuen Haltern lange Strecken und genießt sein neues Leben in vollen Zügen.
Mit Hund Jack befanden sich auch noch zwei alte Katzen auf dem Grundstück die in einen absolut desolaten Zustand gehalten wurden. Mit Hilfe des Veterinäramtes konnten wir die Katzen in unsere Obhut nehmen, sie tierärztlich versorgen und dann in ein neues liebevolles zu Hause vermitteln.
Außerdem konnten wir 4 flugunfähige Tauben, die in der freien Wildbahn keine Überlebenschancen mehr gehabt hätten, auf einen Taubengnadenhof unterbringen.
Im September erfuhren wir von Hunde Opi Berdi. Der Hunde Opi lebte seit April allein auf dem Grundstück seines verstorbenen Halters. Die Angehörigen fütterten den Hund einmal am Tag, ansonsten war er sich selbst überlassen. Durch unsere Vermittlungshilfe konnte Berdi in ein neues schönes Zuhause ziehen.
Viele Hunde konnten wir direkt von ihren ehemaligen Besitzern in ein neues Zuhause vermitteln. Mindestens 2 ältere Hunde wurden angeblich aus gesundheitlichen Gründen eingeschläfert, bevor wir eine freie Pflegestelle oder eine neue Familie finden konnten.
Obwohl in Deutschland das Einschläfern von Tieren ohne ersichtlichen Grund verboten ist, sieht die Realität zwischenzeitlich leider anders aus. Viele Menschen sehen das als einzigen Ausweg, weil sie die extrem hohen Tierarztkosten oder Medikamente nicht mehr bezahlen können oder auch aus Kapazitäts- oder sonstigen Gründen sich kein Tierheim findet, welches sich bereit erklärt die Hunde aufzunehmen.
Fast täglich erhielten wir Anfragen zur Übernahme von Tieren. Meist handelt es sich dabei um Hunde oder Katzen. Aber auch andere Haus- und Nutztiere. Natürlich haben wir nicht die Kapazitäten und Möglichkeiten alle Tiere aufzunehmen. Auch fehlt zu einigen Tieren die Sachkunde oder das Wissen, mit bestehenden Verhaltensauffälligkeiten umzugehen. Aber wir leisten nach unseren Möglichkeiten stets Vermittlungshilfe. Auch werden wir regelmäßig gefragt, ob wir Hunde oder Katzen über einen gewissen Zeitraum (wegen Urlaub oder Krankenhausaufenthalt) übernehmen können. Diese Anfragen müssen wir meist ablehnen. Aber das ein- oder andere Mal konnten wir auch hier unterstützen. So konnten wir einen Hund über mehrere Monate Unterschlupf bieten.
Wie sieht es aktuell in unserem ungarischen Partnertierheim in Bekescsaba aus?
In Zusammenarbeit mit dem TSV Südkreta, halten wir aktuell einen Tierheimbestand von durchschnittlich 150 Hunden. Dadurch ist es unserem Partnertierheim auch möglich, alle 4-6 Wochen, 2-5 Hunde direkt aus der Tötung zu übernehmen. Zu Hochzeiten saßen dort bis zu 380 Hunde ein, wobei das Tierheim ursprünglich für 80 Hunde vorgesehen war.
Seit Januar 2024 unterstützen wir das Tierheim monatlich, in dem wir die Hälfte des Gehalts einer Tierheim Assistentin übernehmen, um die ehrenamtliche Vorsitzende, welche das Partnertierheim führt, zu entlasten.
Die monatlichen Tierarztkosten belaufen sich auf 12.000 bis 15.000,- €, welche derzeit hauptsächlich die Tierschutzliga Stiftung übernimmt. Um diesen hohen finanziellen Posten zu verringern und um das Tierheim auch künftig halten zu können, wird eine Tierarztpraxis in einen Container eingerichtet, welcher sich auf dem Tierheimgelände befindet. Ziel ist es einen Tierarzt zu finden, welcher für einen monatlichen Fixbetrag die allgemeinen Untersuchungen, Impfungen, kleineren Verletzungen, Zahnreinigungen und Kastrationen durchführt. Hierdurch könnten nicht nur Behandlungskosten, sondern auch Personal- und Spritkosten eingespart werden.
In Veranstaltungen und Schulunterricht wird Kindern und Erwachsenen weiterhin versucht, der Tierschutzgedanke näher zu bringen.
Die Mindestlöhne, welche auch die Tierheime Ihren Angestellten zahlen müssen, steigen in Ungarn weiterhin jährlich. Die Spendenbereitschaft im eigenen Land ist hingegen gering. Die Arbeitslosigkeit groß. Einnahmen gibt es so gut wie keine. Ausgesetzt werden viele alte, kranke und verletzte Tiere, da auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Lage, die angezogenen Tierarztkosten nicht bezahlt werden können bzw. das Tier keinen Wert hat. Die Tierheime / Tierschutzvereine werden wie auch bei uns, staatlich nicht unterstützt. Aktuell müssen immer mehr Tierheime schließen und stattdessen werden wieder Tötungsstationen eröffnet. Was in den Letzten 20 Jahren an Tierschutzarbeit geleistet wurde, ist unter der derzeitigen Regierung kaum noch möglich.
Aktueller Tierbestand
Zum Jahreswechsel befanden sich wieder einmal noch 10 Vermittlungshunde in unserer Obhut.
Kampagnen / Wofür haben wir uns eingesetzt
Unser Verein spricht sich Jahr für Jahr gegen jegliche Art von Tierausbeutung und Tiertötung aus. Wir leisten immer wieder Aufklärungsarbeit zum Thema Veganismus, Tiergefangenschaft und Ausbeutung, wie z.B. durch Zoos, Tierparks, Delfinarien, Aquarien, Zirkusse, Pferdekutschen, Ponyreiten, Tiertransporte und Tierversuche. Des weiteren fordern wir das Böllerverbot.
Auslandseinsatz
Wie in jedem Jahr liegt unser Hauptaugenmerk auf die Erhaltung unseres ungarischen Partnertierheims in Bekescsaba. Welches wir seit dem Jahre 2010 mit Kastrationsaktionen, Sach- und Futter, sowie Geldspenden und durch Vermittlung von Hunden unterstützen. 3-4 Mal jährlich sind wir vor Ort, um uns dort von den aktuellen Zuständen, den Einsatz unseren finanziellen Mittel persönlich einen Überblick zu verschaffen. Sofern möglich, unterstützen wir bei der täglichen Arbeit und lernen so auch die Tierheiminsassen näher kennen. Mit jedem Hundetransport erhält das Tierheim Bekescsaba Futterspenden, Decken, Katzen-Kratzbäume, Transportboxen, Hundeutensilien, Hundeplastikkörbe und Bettwäsche, welche das Tierheim stets dringend benötigt. Dazu wurden regelmäßig Spendenaufrufe veröffentlicht.
Die Spendengelder wurden verwendet für die Anschaffung von 8 extra großen Hundehütten und 3 Hundehütten der Größe L für insgesamt 3000,-€. 2000,- € für den Kauf von Spot-On`s (Advocate) für Hunde und Katzen. Es wurden 20 Metallkehrschaufeln gekauft und es wurde 2000,-€ für die komplette Zahnentfernung bei 2 Katzen (pro Katze 890,-€) in der Hauptstadt Budapest (weil sich keiner der 6. Tierärzte in Bekescsaba dazu bereit erklärte) überwiesen. Die Katzen aber schon seit 2 Jahren an starken Schmerzen litten, nicht mehr Fressen wollten und sich das bereits auf ihr Wesen auswirkte.
Um die monatlichen Tierarztkosten zu senken ist angedacht eine Tierarztpraxis in einem Container im Tierheim einzurichten. Dazu hat der TSV Südkreta bereits den Container gespendet. Es wurden gebrauchte Laborschrankzeilen sowie ein Autoclav in Höhe von 1500,-€ gekauft und mit dem Transport nach Ungarn gebracht. Durch unsere jahrelangen Kastrationsaktionen vor Ort, können wir einen elektrisch höhenverstellbaren OP-Tisch, OP-Bestecke, OP-Lampe, OP-Beistelltische und noch einige Regale zusteuern. Der Einbau soll Anfang des Jahres 2025 erfolgen.
Weitere Geldspenden gingen an die Organisationen Bali Animals Welfare Association (ein Verein, der sich auf Bali um die ärztliche Versorgung freilaufender Hunde kümmert), an das Tierheim Bekesi in Ungarn, Artemis-CreteRescue (auf Kreta), sowie an das Tierheim Perro Abadonnados in Spanien. Alle Organisationen sind persönlich bekannt und wir konnten uns auch schon vor Ort von deren tollen aufopfernden Arbeit überzeugen.
Tierärztliche Versorgung unserer Schützlinge
Mit der Erhöhung der GOT Tierärzte sind die Kosten für die tierärztliche Versorgung um das Zwei- bis Dreifache gestiegen. Auch die Tierärzte in Ungarn haben die Preise angezogen. Für jeden Hund erhält unser Partnertierheim von unserem Verein 300,- €. Das deckt bei weitem nicht die Kosten für Impfungen, Wurmkuren, Untersuchungen, oft erfolgte notwenige Operationen, Zahnbehandlungen und den Transport nach Deutschland. Allein der Bluttest in Deutschland kostet je nach Tierarzt und / Labor, zwischen 150,- und 250,- € pro Hund. In diesem wird das Blut auf Leishmanien, Babesiose, Ehrlichiose, Anaplasmose, Mikro- und Makrofilarien (Herzwürmer) sowie Blutparasiten getestet.
Leider wird auch oft erst in Deutschland festgestellt, dass ein Welpe ein Nabelbruch hat oder auf Grund einer Wachstumsstörung eine OP erforderlich ist. Lagen hier die Kosten noch in 2022 bei rund 750,- € bis 1000,- € pro Operation, betragen diese jetzt 1500,- € und mehr. Diese Kosten sind besonders für uns kleine Vereine nur noch schwer zu stemmen.
Im Jahre 2024 hatten wir Tierarztkosten (Behandlung / Blutuntersuchungen / Medikamente) in Höhe von insgesamt 34.107,28 €. Das sind 7.402,43 € mehr als noch im Jahr 2023. Dazu kommen die Kosten für die tierärztliche Ausreisevorbereitung (Impfungen, Chipen, Kastration, Wurm- und Parasitenbehandlung, Ausstellung EU-Pass, allgemeine Ausreiseuntersuchung, Schnelltest auf Herzwürmer) in Höhe von 27.610,- €. Im Durchschnitt kostete uns also jeder gerettete Hund 617,17 €. Wobei hier die Verwaltungskosten für Homepage, Vereinskonto, -Bescheide- und Schulungsgebühren sowie die Kosten für den Büroutensilien wie Druckerpatronen etc., in Höhe von 4.093,88 € nicht mit einberechnet wurden. Dann müssten wir eine Vermittlungsgebühr von 658,11 € ansetzen. Die Vermittlungsgebühr beträgt in der Regel aber nur 450,- €, bei älteren Tieren weniger bzw. suchen wir Gnadenplätze und übernehmen teilweise noch bis zum Lebensende die Tierarztkosten. Schon jetzt besteht teilweise Unverständnis in der Bevölkerung, warum man für einen Hund aus dem Tierschutz so viel bezahlen muss. Weil eben Tierheime und Tierschutzverein nicht staatlich unterstützt werden, keine Kosten deckende Einnahmen haben, sondern allein von Spenden abhängig sind.
Veranstaltung
Im Mai fand wieder unser Adoptantentreffen im Hundeauslaufgebiet am Grunewaldsee statt, an diesem dieses Mal nur 28 Hunde mit ihrer Familie teilnahmen.
Mitglieder und Tierfreunde haben sich für den Verein auf den Flohmarkt gestellt sowie über Facebook an Verkaufsaktionen teilgenommen. Der Erlös wurde dem Verein gespendet.
Zur Weihnachtszeit hat sich der Verein zum 1. Mal einen Stand auf dem Hundeweihnachtsmarkt am Grunewaldsee, für. 321,30 €, gemietet. Dafür wurde von Vereinsmitgliedern und anderen fleißigen Helfern das ganze Jahr über gebastelt, gestrickt, genäht, gemalt und Hundeleckerlies gebacken. Insgesamt konnte ein Betrag. In Höhe von 2517,61 € eingenommen werden.
Zum Jahresende wurden wieder alle Adoptanten mit einem Newsletter angeschrieben, ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch gewünscht. Von einigen Schützlinge haben wir wieder schöne Fotos erhalten, worüber wir uns sehr gefreut haben.
Der Verein
Seit dem Jahre 2017 hat unser Verein 96 Herzwurm (Makrofilarien) positiv getestete Hunde aus unserem ungarischen Partnertierheim übernommen. Alle Hunde wurden entsprechend der Empfehlung von Herrn Professor Dr. Naucke (Laboclin) mit Advocate (Spot-On) und Doxycyclin (Antibiotikum) behandelt. Die Behandlung dauert insgesamt 13 Monate. Nach einer 5-7 Monatige Behandlungspause erfolgte der Nachtest auf Makrofilarien.
Wir freuen uns, dass 64 bisher nachgetesteten Hunde zwischenzeitlich negativ getestet wurden. Also Herzwurm frei sind und sich bester Gesundheit erfreuen.
5 Hundebesitzer wurden angeschrieben, nahmen aber von unseren kostenlos angebotenen Nachttest leider keinen Gebrauch. Ein anderer nutzte auf Empfehlung seines Tierarztes eine andere Behandlungsmethode. Ein Hund ist kurz vor dem Abschlusstest altersbedingt verstorben.
Aktueller Stand zu unserer Facebookseite
Mit der Umstellung auf Meta am 17.11.23, haben alle 3 Administratoren die Zugriffsrechte zu unserer alten Facebookseite verloren. Trotz mehrfacher Anschreiben an Facebook, wurde uns bis heute kein Zugang zu unserer Seite mehr freigegeben, auch konnten wir die alte Seite nicht löschen. So blieb uns nichts anderes übrig, als eine neue Seite zu schalten. Damit haben wir leider über 4500 Follower verloren.
Unter https://www.facebook.com/profile.php?id=61554129565017&locale=de_DE findet ihr unsere neue Seite. Wir würden uns sehr freuen, wenn ihr uns darüber besucht und weiter folgt. Bisher haben wir nur knapp 500 Follower.
Mitglieder
Zum 31.12.24 hatte der Verein animals care Berlin e.V., 30 Mitglieder zu verzeichnen.
Ausblick
Der Verein animals care Berlin e.V. ist ein kleiner Verein, dessen Aktivitäten von wenigen aktiven Mitgliedern neben ihrer Berufstätigkeit, auf rein ehrenamtlicher Basis getragen werden. Obwohl vieles erreicht und geleistet wird, sind unsere Kapazitäten begrenzt. Um effektive Arbeit leisten zu können, werden wir hauptsächlich an den vorhandenen Aktivitäten festhalten und weiterhin unseren Schwerpunkt auf die Rettung, Versorgung, Aufnahme und Vermittlung von in Not geratenen Tieren legen, für den Erhalt unseres Partnertierheims kämpfen und helfen die Menschen vor Ort über die Artgerechte Haltung von Tieren aufzuklären.
Aus finanziellen Gründen können viele Vereine, welche Hunde aus Süd- oder Osteuropa vermitteln, nicht auch noch die Kosten für die Bluttests auf Mittelmeerkrankheiten übernehmen und verpflichten dazu die Adoptanten. Ob die Bluttests dann wirklich zeitnah durchgeführt werden, ist unbekannt.
Durch die Klimaerwärmung haben wir in Deutschland immer mehr mit importierten Mücken und Zecken aus dem Mittelmeerraum, die gefährliche Krankheiten wie u.a. die Herzwürmer, aber auch Babesiose, Ehrlichiose übertragen, zu tun. Uns liegt sehr viel daran andere Tierschutzvereine sowie auch Hundebesitzer dazu aufzuklären. Des einen ist es wichtiger denn je, dass gerade Tierschutzvereine, welche Hunde aus dem Ausland verbringen, diese bereits vor der Ausreise präventiv mit Spot-On`s behandeln und soweit möglich bereits auf die Krankheiten getestet werden.
Der Bluttest sollte in Deutschland nach 3 Wochen wiederholt und die Präventivmaßnahmen bis zum Ergebnis fortgesetzt werden, um eine noch schnelle Verbreitung in Deutschland durch unsere Auslandshunde zu unterbinden.
Auch ist es aus unserer Sicht erschreckend, dass immer noch sehr viele unwissende Tierärzte in Deutschland die z.B. an Herzwürmern (Makrofilarien) befallende Hunde mit Arsenhaltigen Spritzen behandeln oder andere für den Hund sehr belastenden Medikamente verordnen. Die Hunde über Monate eingesperrt werden, um die Gefahr an einer Thrombose zu sterben zu verringern. Den Hunden geht es richtig schlecht, haben schmerzen, fühlen sich unwohl. Hier haben wir uns zur Aufgabe gemacht, die Tierärzte in Deutschland aufzuklären und durch unsere bisher zu 100 % erfolgreichen nachweislichen Behandlungen mit Advocate (Spot-On) und Doxycyclin (Antibiotikum) aufzuzeigen, dass es auch eine einfache, günstige und vor allem schmerzfreie Therapiemöglichkeit gibt, welche das Leben der Hunde nicht beeinflusst. Natürlich kommt diese Therapie nur für Hunde in Frage, bei denen sich keinerlei Symptome oder nur ein leichter Husten zeigt (bis ca. 2/3 Stadium). Im letzten Stadium hilft nur eine gefährliche Operation, bei dieser die Herzwürmer operativ entfernt werden.
Der Anfang des Jahres 2024 hat uns gleich gezeigt, dass jeder unvorhersehbare Klinikaufenthalt eines Tieres enorme Kosten verursacht, die von uns vergleichbar kleinen Vereinen kaum bzw. nicht mehr zu tragen sind. Daher ist es wichtig weitere Spender und Sponsoren zu finden, die unsere Arbeit unterstützen. Oder mehr Menschen, die an von Mitstreitern organisierten Internetauktionen und Flohmarktverkäufen mithelfen. Zu welchen die Erlöse an unseren Verein gespendet werden.
Unseren künftigen Adoptanten können wir nur den Rat mitgeben, für ihr neues Familienmitglied zumindest eine OP Versicherung abzuschließen. Für einen Durchschnittsverdiener sind Operationen ab meist 1500,- € und Klinikaufenthalte von schnell mal unglaublichen 7.500,- € und mehr (unsere Erfahrung), oft nicht mehr zu stemmen. Es bleibt dann nur das geliebte Tier gehen zu lassen. Das darf nicht passieren.
Das Jahr 2024 ist vorüber und wir können erneut auf ein anstrengendes, teilweise sehr trauriges,, aber letztendlich erfolgreiches Jahr zurückblicken, in dem wir mit Ihrer Unterstützung einiges für das Wohl und die Rechte aller Tiere erreichen konnten!
Ohne Ihre finanzielle Unterstützung wäre all unsere Arbeit nicht möglich. Wir hoffen, dass ihr / Sie uns auch in diesem Jahr weiterhin treu bleiben, damit wir noch vielen weiteren armen Seelen eine bessere Zukunft ermöglichen können.